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Wann wird Bauen endlich günstiger und unbürokratischer?

Baukosten für die nächsten 10 Jahre – ein DÜSTERER AUSBLICK!

Die Baukosten haben sich im letzten Jahrzehnt fast verdoppelt. Das ist in Anbetracht der stark steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Großstädten, besonders Berlin, dramatisch.

Jeder durchschnittliche Betriebswirt kann sich auf einem Bierdeckel errechnen, dass bei aktuellen Baukosten moderate Mieten nahezu unmöglich sind. Eine Wohnung mit 100 Quadratmeter Wohnfläche kostet den Bauherrn bei aktuellen ca. 3.000€ Baukosten pro Quadratmeter schlappe 300.000€. Zahlt der Mieter jetzt zum Beispiel 7€ Miete pro Quadratmeter, ergibt das eine Nettokaltmiete von 8.400 € im Jahr. Der Bauherr hätte seine Investition nach 35,7 Jahren wieder amortisiert. In dieser Rechnung sind aber noch nicht enthalten: Zinsen, nicht umlagefähige Nebenkosten und vor allem DER ANKAUF DES GRUNDSTÜCKS.

Fazit: Selbst wenn man von der völlig unrealistischen Annahme ausgeht, dass man das Grundstück kostenlos bekäme und die Zinsen bei 0% lägen, wären Mieten von 7€ pro Quadratmeter unrealistisch. Solange jeder Quadratmeter Wohnfläche circa 3.000€ kostet, kann die Miete, auch bei hundertprozentigem Goodwill nicht unter 17€ den Quadratmeter liegen.

Folgende Gründe spielten eine entscheidende Rolle, warum die Baukosten in der letzten Dekade so immens stiegen:

– Auslastung von Subunternehmern und Handwerkern: Für moderat wirtschaftende Handwerker war es in Deutschland ein blühendes Jahrzehnt, sie konnten den Bauherren die Preise diktieren.

–  Höhere Rohstoff- und Materialpreise: Allein Betonstahl stieg vom Jahr 2017 auf 2018 um ca. 12%.

– Lohnerhöhungen und Tariferhöhungen im Baugewerbe: Die Lohnerhöhungen seien an dieser Stelle gegönnt.

– Staatliche Auflagen: Allein die neue Energieverordnung von 2016 machte den Hausbau um ca. 7,3% teurer.

– Verordnungen: Spielplatz beim Dachgeschossausbau, Stellplatzschlüssel (z.B. benötigt jede Wohnung einen Tiefgaragenstellplatz) etc.

– Vorschrift: Ausschließlich barrierefreies Bauen.

– Bauämter lassen wenig Fläche zu: Wie in jedem Gewerbe zählt auch hier ein gewisser „Mengenrabatt“, je mehr das Volumen, desto günstiger wird es.

Ein Ausblick in das kommende Jahrzehnt: DIE KOSTEN WERDEN WEITER STEIGEN!

Umweltbewusstes Bauen wird jedes Jahr strenger verordnet, darüber hinaus werden die Grundsteuerreform und potentiell höhere Zinsen die Baukosten weiterhin steigen lassen.

Wenn bezahlbarer Wohnraum gebaut werden soll, muss hier dringend dereguliert werden.

Herzlichst,

Damian Fenner

Geschäftsführender Gesellschafter

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