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Mit Homestaging wird schneller und teurer verkauft

Ein Artikel von Baumarkt-Ratgeber.de:

Momentan werden viele Wohnungen und Häuser aus den 60er und 70er Jahren ver- und gekauft. In diesen Immobilien ist oftmals nicht nur alles mit dunklen und schweren Möbelstücken vorgestellt, sondern in Küchen und Bädern ist manches schadhaft und es besteht dringender Renovierungsbedarf.

Für Makler ist es nicht ganz einfach, diese Immobilien an den Mann zu bringen, denn viele Käufer können sich einfach nicht vorstellen, wie diese am Ende mit einem modernen Mobilar aussehen.

Abhilfe schafft da der zweite Immobilientrend, der aus den USA kommt und hierzulande gerade Fuß fasst: das Homestaging. Kurz zusammengefasst passiert dabei Folgendes: Ein Raum, eine Wohnung oder ein ganzes Haus werden für den Verkauf professionell hergerichtet. Dabei funktioniert diese Präsentation, wie ein Schaufenster, denn über den wirklichen Zustand der Immobilie oder ihren Modernisierungsdringlichkeit wird dabei zunächst keine Aussage getroffen.

Homestaging in den USA schon seit 40 Jahren

Die wirkliche Professionalisierung von Immobiliengeschäften fand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderst in den USA statt. Und so ist es auch kein Wunder, dass dort das sogenannte Homestaging schon seit 40 Jahren bekannt ist. Die richtige Inszenierung, sprich Herrichtung einer Immobilie sorgte in beeindruckender Weise dafür, dass sich die Objekte deutlich schneller an Mann oder Frau bringen ließen. Makler, die unmoderne, abgewohnte oder gar gähnend leere Räumlichkeiten präsentierten, blieben auf ihren Wohnungen oder Häusern oftmals sitzen oder erzielten deutlich niedrigere Verkaufspreise.

Nur 20% aller Menschen können sich leere Räume möbliert vorstellen

Das Homestaging nimmt dabei vor allem auf einen Fakt Rücksicht. Lediglich ein Fünftel aller Menschen haben tatsächlich das entsprechende Vorstellungsvermögen sich leere Räume auch möbliert zu denken. Für alle anderen ist der sichtbare Status Quo jene Vergleichsgröße, nachdem sie die Attraktivität einer Wohnung oder eines Hauses bemessen. Und genau deshalb kommen an dieser Stelle die Einrichtungs-Spezialisten zum Zug.

Das mobile Einsatzkommando räumt eine alte Wohnung zunächst aus, streicht die Wände in einer unauffälligen und allgemein ansprechenden Farbe. Danach kümmern sich die Profis um die richtige Ausleuchtung, hängen moderne Lampen auf und sehen zu, wie sich kleine verwinkelte und dustere Räumlichkeiten mit viel Licht optisch vergrößern lassen. Helle Tische, Stühle, Sofas und Regale tun ihr Übriges. Am Ende werden noch Bilder aufgehängt, Vasen hingestellt, Kissen gelegt und Accessoires positioniert.

In harten Fällen sind allerdings auch Männer fürs Grobe gefragt: da werden schonmal umfangreichere Renovierungen vorgenommen, Dielen herausgerissen, Durchbrüche gemacht oder ganze Gärten umgestaltet. Es werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit potentielle Käufer ihre neue Immobilie mit einem Neuanfang in Verbindung bringen können.

Durch Homestaging lassen sich bis zu 40% höhere Preise erzielen

Ob sich dieser Aufwand am Ende lohnt, zu dieser Frage geben die Statistiken eine deutliche Antwort. Denn vergleichbare Häuser oder Wohnungen in ähnlicher Lage erzielen nach der professionellen Aufhübschung zum Teil deutlich höhere Verkaufs- oder Mietpreise. Dabei sind Steigerungen von zehn oder fünfzehn Prozent, das bestätigen Experten keine Seltenheit. Sogar bis zu 40 Prozent können wirkliche Homestaging-Profis den Wert “liften”. Doch es werden nicht nur signifikant höhere Preise erzielt, sondern auch die Dauer des Verkaufs- oder Vermietungsprozess verkürzt. Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. (DGHR) rechnete anhand einer internen Statistik sogar vor, dass sich “aufgemöbelte” Häuser oder Wohnungen doppelt so schnell verkauft werden können, wie ihre “unbearbeiteten” Pendanten. Durch Homestaging verschönerte Objekte wechselten demzufolge innerhalb eines Vierteljahres den Besitzer.

Homestaging kann keine Wunder vollbringen

Allerdings sollten sich bezüglich der Potentiale des Homestagings keine weltfremden Illusionen gemacht werden. Eine schlechte Lage, ein zu hoher Preis oder ein zu maroder Zustand lassen sich auch durch das fantastischste Face-Lifting nicht aus der Welt schaffen. Auf dem Land ist es außerdem schwerer, als in der Stadt einen Immobilie an den Mann zu bringen.

1 bis 3% der Verkaufssumme kosten die besten Homestaging Profis

Gerade bei älteren und schwer zu verkaufenden Objekten im ländlichen Raum machen hervorragend in Szene gesetzte Immobilien den entscheidenden Unterschied. Sowas kostet natürlich Geld. Die besten Homestaging-Experten bekommen für ihre Dienste mindestens ein im besten Falle bis zu drei Prozent des Verkaufspreises. Dafür schaffen sie allerdings auch perfekte Bühnenbilder, die die Vorstellungskraft der Käufer in die gewünschte Richtung lenken.

Von geliehenen Küchen und frischem Muffinsduft

Die Fantasie der Homestaging-Profis kennt dabei keine Grenzen. Ähnlich, wie bei beeindruckend echten Filmkulissen kommen auch schonmal ganze Kücheneinrichtungen aus Pappe oder teure Leihmöbel zum Einsatz. Unter Einsatz aller erdenklichen Mittel wird für den Käufer eine unwiderstehliche Szenerie geschaffen, in die er am liebsten gleich einziehen möchte. Dabei werden alle Register gezogen. Bis zum Backen von leckeren Kuchen, damit beim Besichtigungstermin leckerer Backgeruch durch die Räume zieht. Getreu dem Motto: für den ersten Eindruck gibt kein zweites Mal.

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