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Jahresausblick mit Damian Fenner

 

Zum Beginn des Jahres 2022 wurde unser Geschäftsführender Gesellschafter Damian Fenner von Marc Husgen (Marketing und Social Media) interviewt. Ein interessanter Jahresausblick:

Marc: Wie hast du die Entwicklung des Berliner Immobilienmarktes im Jahr 2021 wahrgenommen?
 
Damian Fenner: Der Markt hat sich weiterhin positiv entwickelt, gerade die Wohnimmobilien sind teurer geworden. Grund dafür ist in Berlin zum einen das Aufteilungsverbot und der daraus folgende begrenzte Markt. Den Schaden, welchen die Corona Pandemie im Bereich der Gewerbeimmobilien hinterlässt, ist enorm. Aber spüren wird man ihn vollumfänglich erst in den kommenden Jahren. Schadensprozesse sind im Immobilienbereich bei Krisen schleichend. Immobilien sind im Vergleich zu Aktien wie Tanker und Aktien eher wie Schnellboote. In einem Intervall von fünf bis zehn Jahren werden wir merken, dass sich dort aller Hand verändert hat. Gerade wenn es darum geht, Gewerbe-Mietverträge zu verlängern oder sogar zu erhöhen, sehe ich mindestens eine Stagnation. Im Neubausegment würde ich bei Büro und Gewerbe doppelt hinschauen.

Marc: Welches deiner aktuellen Projekte findest du persönlich 2022 am spannendsten?

Damian Fenner: Ich finde das Projekt in Nauen sehr spannend. Dieses entwickeln wir mit der Deutschen Reihenhaus AG, mit welcher wir aktuell eine tolle Partnerschaft entwickeln.
Außerdem freue ich mich ganz besonders auf unser „Seeblüten-Ensemble“ in Werder (Havel). Das ist ein Projekt, in welches ich selber einziehen würde.

Marc: Was erhoffst du dir von der Ampel Koalition in Bezug auf das Immobiliengeschäft?

Damian Fenner: Ich habe mittlerweile aufgehört zu hoffen, dass sich die Politik für den Immobilienbereich positiv entwickelt. Es ist sehr schade, dass die FDP das Bauministerium nicht an sich gerissen hat. Hoffnungen habe ich also absolut keine, meine einzige Bitte ist, dass uns von der Politik nicht weitere Steine in den Weg gelegt werden. Wie man immer so schön sagt: “In Ruhe gelassen werden und die Spielregeln klar definieren, dann ist der Unternehmer glücklich.”

Marc: Worin siehst du die größten Gefahren / Chancen auf dem Immobilienmarkt?

Damian Fenner: Die größten Chancen sehe ich eindeutig im Umland. In unserem wöchentlichen Ankaufsmeeting definieren wir es so, dass der Berliner Speckgürtel jedes Jahr zehn bis fünfzehn Kilometer im Radius weiter wächst. Das ist dann schon eine erhebliche Vergrößerung der Fläche. Ganz besonders spannend sind die Dörfer und Ortschaften, die eine gute Bahnanbindung nach Berlin haben. Vom Seeblüten-Ensemble in Werder sind es mit der Bahn nur 25 Minuten bis zum Zoologischen Garten. Die Umgebung um die Giga-Factory von TESLA ist selbstredend sehr spannend. Sollten wir die Corona Pandemie eines Tages mal besiegt haben, ist sicherlich die Region um dem Flughafen BER noch weiter im Aufwind. Ich kann mir auch vorstellen, dass Luckenwalde in naher Zukunft zum Berliner Speckgürtel voll dazu zählen wird. Die Anbindung mit der Bahn ist nicht verkehrt, bis zum Berliner Hauptbahnhof sind es 55 Minuten. Mit dem Auto fährt man allerdings circa 75 Minuten.

Die größten Gefahren sehe ich darin, dass der Leitzins angehoben wird. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob die Zinsen bei einem oder bei drei Prozent liegen. Seitdem ich Immobilienentwickler bin, habe ich das große Glück, dass die Zinsen sehr niedrig waren und somit hatten wir einen riesigen Rückenwind in der Branche. Das wird sich natürlich schnell ändern, wenn die Zinsen anziehen. Wir tun alles, um uns darauf bestmöglich vorzubereiten.

Marc: Welche Auswirkungen hat die Corona Pandemie auf deinen täglichen Geschäftsalltag?

Damian Fenner: Bisher eigentlich nur, dass ich eine Maske tragen muss. Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Als die Pandemie begann, haben wir uns mit dem Ankauf zweier Einkaufszentren befasst. Hätten wir diese tatsächlich gekauft, wäre das wahrscheinlich zu einer Katastrophe geworden. Glücklicherweise konnten wir im letzten Moment von der Kaufentscheidung zurücktreten, da der erste Lockdown vor der Tür stand. Die Wohnimmobilien hatten in den letzten zwei Jahren ein Wachstum wie nie zuvor. Der Speckgürtel ist auch darum interessanter geworden, da offener Platz für Familien wichtiger geworden ist.

Marc: Wie sieht das mit den Besichtigungen aus, haben diese in der Zeit abgenommen?

Damian Fenner: Die Anfragen haben in den ersten Monaten des Lockdowns abgenommen, da so viel Unklarheit herrschte, wie man sich richtig zu Verhalten hat. Der Trend der virtuellen Besichtigung kam dadurch etwas zum Vorschein, wovon ich jedoch nicht allzu viel halte. Es ist vielleicht sinnvoll, wenn ein Interessent einen Blick in die Wohnung werfen möchte, bevor er eine lange Anreise in Kauf nimmt. Der Interessent bekommt jedoch einen wesentlich besseren Eindruck, wenn er sich die Immobilie mit den eigenen Augen ansieht. Mittlerweile ist jedoch alles wieder so wie vor der Pandemie und darüber bin ich auch sehr glücklich.

Marc: Welche Ziele hast du dir für das Jahr 2022 gesetzt?

Damian Fenner: Mein größtes Ziel ist es, die Neubauprojekte, die wir gestartet haben, seriös zu beenden. Das sind wir den Kunden schuldig, die bereits ihre Immobilie erworben oder reserviert haben. Als Team möchten wir weiter wachsen und noch gründlicher arbeiten. Jeder soll und möchte in seinen Arbeitsfeldern mehr Verantwortung übernehmen.  

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