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Berlin hat riesiges Potenzial für den Neubau von Wohnungen

„Berlin verwaltet seine Baulücken miserabel“ – das war die Überschrift eines bestens recherchierten Artikels im Tagesspiegel, in welchem der Autor Reinhart Bünger resümierte, dass die Verwaltung des Mangels an Wohnungen keine neuen schaffe und dass es einen riesigen, aber leider nicht „geclusterten“ Bestand von Brachen und Baulücken in Berlin gebe, um dessen systematische Identifizierung sich kein Amt und kein Politiker dieser Stadt kümmere.
Tatsächlich bin ich schon öfter mit einem Spree-Ausflugsboot ostwärts gefahren und habe mit eigenen Augen solche Brachen und Lücken zu beiden Seiten des Flusses gesehen und mich gefragt, warum da kein Investor interessiert ist. Aber es ist nicht das mangelnde Interesse, es ist eher die Einfallslosigkeit der zuständigen Stellen in den Bezirksämtern und die Hilflosigkeit der für Berlins Stadtentwicklung, den Wohnungsneubau sowie für die Büro- und Gewerbeflächenentwicklung wichtigste Senatsverwaltung der zu den Linken zählenden Bausenatorin Katrin Lompscher, die in dieser Frage keinen Handlungsbedarf erkennen möchte.
Es ist einfach erstaunlich, wie gerade die Parteien, die am lautesten nach billigem Wohnraum rufen, am lethargischsten reagieren, wenn es darum geht, bei der Beschaffung desselben mit zu helfen. Als Bürger der Hauptstadt fragt man sich schon, ob die Linken und Grünen und die Sozialdemokraten einen Wohnnotstand vielleicht sogar herbeiführen wollen, um dann in einer Art Revolution zu Zwangsverwaltungen wie nach dem Kriege sozusagen gezwungen zu sein. Es gibt doch in keiner anderen Großstadt so viele Möglichkeiten, massenhaft neue Wohnungen zu erstellen wie in Berlin. Die vielen Brachen, alte Bahngrundstücke und verkommenen Kleingartensiedlungen mitten in Wohn- und Gewerbegebieten sind das Eine, das Andere sind die Aufstockungsmöglichkeiten auf bestehende Wohn- und auch Geschäftshäuser, wie Aldi das angeboten hat. Aber zu solchen genialen Ideen sagt dann irgendein selbsternannter ‚Fachmann‘, das geht nicht, und dann wird dieser Idee nicht weiter nachgegangen.
Den Mangel zu verwalten erscheint der Politik in Berlin immer noch ein probates Mittel gegen die Wohnungsnot zu sein, anstatt mit der Bereitstellung von Grundstücken, Ideen zur Überbauung bestehender Gebäude, Beschleunigung der Genehmigungsverfahren und Lockerung der überzogenen (und damit kostentreibenden) Bauvorschriften der Erkenntnis aller neutralen Experten nachzukommen, die da lautet: „Bauen, bauen, bauen!“

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